Anki

Schwedisch lernen mit der Anki-App für's Smartphone.
Wir lernen schwedische Vokabeln mit Anki.

Mit cleveren Karteikarten Schwedisch lernen

Ich hatte Englisch, Latein und Französisch in der Schule und habe mir mit jeder dieser Sprachen schwer getan. Grammatik fiel mir immer leicht, aber Vokabeln lernen war wirklich nicht meins. Das lästige und zeitraubende Abschreiben der Wörter, die Unmengen an Vokabelheftchen irgendwo im Schrank und das stupide Wiederholen. Ich habe keine Methode gefunden, die meinem Lerntyp entgegen kam. Damals dachte ich oft, dass das doch irgendwie anders gehen müsste. Heute gibt es Apps.

Als sich abzeichnete, dass wir wirklich nach Schweden gehen würden, wurde diese alte Problematik wieder akut. Aber wenn wir außerhalb Deutschlands einen Neuanfang wagen wollten, würden wir um das Lernen einer neuen Sprache nicht herumkommen. Mein Mann hat sich damals auf die Suche nach neuen Lernmethoden gemacht. Ich weiß noch, wie er eines Abends sagte: „Stelle Dir intelligente Karteikarten vor, die sich selbst sortieren und sich nur dann wiederholen, wenn Du das Wort nicht kennst. Wäre das nicht genial?“ So kam ich mit Anki in Kontakt.

Anki ist nichts anderes als ein digitaler Stapel mit Karteikarten. Ich bekomme mal das schwedische, mal das deutsche Wort angezeigt, das ich übersetzen muss. Anschließend gebe ich an, ob es mir leicht oder schwer gefallen ist. Bewerte ich diese Karte mit „nochmal“, wird sie mir nur wenige Minuten später im Durchgang erneut angezeigt. Fand ich sie „schwer“, sehe ich sie in den nächsten Tagen wieder. War es „gut“, habe ich ein paar Wochen Ruhe, bei „einfach“ können Monate vergehen. Anki merkt sich auch, wie ich mich bei der Wiederholung schlage. Weißt ich die Vokabel selbst nach Monaten noch, bekomme ich sie unter Umständen gar nicht mehr angezeigt. Deshalb gilt: wer sich selbst bescheißt, verliert.

Intelligenter Algorithmus im Hintergrund

Die App fällt in die Kategorie der sogenannten Spaced Repetition Software (SRS). Sie wurde von Damien Elmes entwickelt, um ihm beim Japanisch lernen zu helfen (anki ist Japanisch und bedeutet auf deutsch so viel wie ‚auswendig lernen‘). Der zugrunde liegende Algorithmus geht allerdings auf Piotr Wozniak zurück. Er berechnet die Wiederholungsintervalle so, dass die Inhalte gezielt in das Langzeitgedächtnis gelangen.

Was ich zu Schulzeiten schon ahnte: Es gibt den idealen Augenblick, um Gelerntes zu wiederholen. Geschieht es zu früh, ist es Zeitverschwendung, übt man zu spät, hat man den Stoff schon wieder vergessen und muss von vorne anfangen. Optimal ist der Zeitpunkt, kurz bevor man den Stoff vergisst. Leider ist er für jeden Menschen und jede Information verschieden. Doch zum Glück folgt die menschliche Vergesslichkeit einem Muster. Es geschieht nämlich exponentiell. Deshalb lässt sich dieser Prozess mathemathisch abbilden. Genau dort setzt Anki an.

Anki für PC und Smartphone

Vor der Kür kommt auch bei Anki die Pflicht. Alle Karteikarten müssen zunächst selbst erstellt werden – das lästige Vokabeln abschreiben bleibt mir also auch hier nicht erspart. Dafür kann ich aber alle Inhalte auf meine persönlichen Bedürfnisse anpassen. So lassen sich beispielsweise Audio-, Video- und Bilddateien einfügen oder die Karteikarten zu gewissem Grad stylen. Anki speichert alle Lernkarten lokal ab und benötigt deshalb keine ständige Internetverbindung.

Die Desktop-Version von Anki ist praktisch, um die einzelnen Karteikarten anzulegen. Mit der Smartphone-App lassen sich die Karten überall pauken. Anki eignet sich nicht nur zum Sprachenlernen, sondern zum Auswendiglernen von Informationen beliebiger Art.

Anki in Kürze Anki in Kürze
Anki hilft, beliebige Informationen durch gezieltes und wiederholtes Abfragen im Langzeitgedächtnis zu speichern. Wir haben damit Schwedischvokabeln gepaukt. Anki gibt es Desktop-Version für die Betriebssysteme Windows, Apple und Linux sowie als Smartphone-App für Android (aus dem Google Playstore) und das iPhone (von iTunes). Die Lernfortschritte werden in beide Richtungen synchronisiert.

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