Hyacinth

Wenn ihr Duft zu Weihnachten durch Schweden zieht

Zu Weihnachten, wenn es in Schweden dunkel und kalt ist, machen es sich die Schweden drinnen gerne so richtig gemütlich. Viel Licht gehört auf jeden Fall dazu, und blühende Vorboten des kommenden Frühlings. Neben der Amaryllis sind auch Hyazinthen (schwedisch: hyacinther) eine beliebte Dekoration. Den Duft, den die üppigen Blüten verströmen, lässt Astrid Lindgren schon durch die Räume von Birkenlund ziehen. Dort wohnt Madita.

„Im Wohnzimmer duften die weißen Hyazinthen, die Mama rechtzeitig zum Fest gezogen hat, und auch der Tannenbaum duftet, der frisch und grün bereitsteht und nur darauf wartet, geschmückt zu werden“, heißt es dort. Von November an sind die Zwiebeln hier in Schweden in jedem Supermarkt zu finden. Unser ICA bietet uns Auswahl an Sorten mit weißen, rosa und blauen Blüten. Meist kaufen wir eine Zwiebel von jeder Sorte, um uns später an allen Farben erfreuen zu können. Die passenden Hyazinthengläser stehen direkt daneben, denn die Zwiebeln kommen auch ohne Erde bestens klar.

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Ich pflanze meine meist in eine flache Schale ein. Das macht es mir leichter, denn so können wir noch einige Weihnachten länger von ihr haben. Man muss die Zwiebel nämlich nicht nach der Blüte entsorgen, sondern kann sich wieder an ihr erfreuen. Manchmal setze ich sie einfach raus ins Beet und lasse der Natur ihren Lauf. Aber sie lassen sich auch im Haus wieder zum Blühen bringen. Damit die oppulenten Blüten nächstes Jahr allerdings pünktlich zu Weihnachten erscheinen, gilt es einiges zu beachten. Wie man dabei vorgehen muss, habe ich mir angelesen.

Die Hyazinthe über das Jahr

  • Mein Hyazinthen-Kreislauf begann mit dem Kauf der Zwiebeln: Anfang Dezember werden sie hier im Handel bereits mit ein, zwei Knospen angeboten. Dann steht ihre Blütephase unmittelbar bevor. Wer kein Hyazinthenglas nutzen möchte, planzt sie in Topf oder Schale ein. Dabei darf die Zwiebel nicht vollständig in Erde versinken, sondern nur zu maximal zwei Dritteln. Aus ihrer tropischen Heimat ist die Zwiebel noch einen Wechsel zwischen Regen- und Trockenheit gewohnt. Sie braucht Wasser, ist aber empfindlich gegen Staunässe. Daher sollte das Substrat durchlässig und mineralreich sein; eine Drainage aus Tongranulat unter einem Mix aus Kakteen- und Einheitserde bietet sich an. Sparsam gießen. Nach ein, zwei Wochen schieben sich Blüten aus dem grünen Trieb hervor.

Jetzt mag sie es hell und warm: im dunklen schwedischen Winter steht sie bei uns auf dem Esszimmertisch direkt unter der Lampe bei einer Raumtemperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Je kühler allerdings die Umgebung, desto länger blüht die Hyazinthe.

  • Im Januar endet die Blüte; nun schließt sich die Wachstumtsphase an. Sobald die Blüten völlig vertrocknet sind, können die entfernt werden. Die Blätter bleiben stehen, damit die Amaryllis weiterhin Photosynthese betreiben kann. Den Winter verbringt sie bei uns auf der Fensterbank, den Frühling und Sommer im Altan bzw. der Terasse.
  • Im Juli: sukzessive weniger gießen
  • Im August sollte das Substrat vollständig austrocknen.
  • Im September sehnt sich die Hyazinthe nach einer Ruhephase. Dabei mag sie es dunkel und kühl mit Temperaturen zwischen 5 und 9 Grad Celsius. Bei uns kommt sie in den Keller, aber der Kühlschrank eignet sich auch.
  • Im Oktober schneide ich ab, was von den grünen Blättern noch übrig ist.
  • Im November erwecke sie aus ihrem Schönheitsschlaf. Dazu hole ich die Hyazinthe aus dem Keller hervor. Frühlingsgefühle entwickelt sie an einem Ort, der noch relativ kühl ist und hell ist. Bei uns ist der Altan optimal.


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