FAQ: Wo kauft Ihr in Schweden Eure Babykleidung?

Eine Erikshälpen-Filiale in Schweden
Blick in eine Erikshälpen-Filiale in Schweden. Der Großteil der mehr als 60 Erikshjälpen-Butiken wird von Kirchen, Vereinen oder anderen gemeinnützen Organisationen geführt. Optisch ähneln die Geschäfte alle dem hier in Helsingborg (Foto: Erikshjälpen, Sofia Denzler).

Letztens sind uns nach einem Wachstumsschub praktisch über Nacht die Bodies ausgegangen. Da erwies sich H&M mit seinem Onlineshop als Retter in der Not. Rund um die Uhr geöffnet, versandkostenfrei und zwei Tage später war der Dreierpack für umgerechnet etwa 8 Euro im Briefkasten – göttlich, was will Mama mehr. Bei Lindex habe ich mich einem wunderbaren Impulskauf hingegeben – ein winziges Baseballcap in Größe 42. Aber am allerliebsten stöbere ich auf dem Flohmarkt oder in Second-Hand-Shops. Mein absoluter Favorit: Erikshjälpen.

Für mich hat gebrauchte Kinderkleidung nur Vorteile. Sie ist günstig und angesichts der Schnelligkeit, in der ihre Besitzer durch die Größen rauschen, meistens in einem prima Zustand. Nicht zuletzt dürfte sie nach unzähligen Waschgängen auch keine Schadstoffe mehr enthalten.

Schweden bietet viele Möglichkeiten, um an gebrauchte Klamotten zu kommen. Es gibt Gebrauchtbörsen im Internet und Facebook-Gruppen, in denen Angebot und Nachfrage aufeinander treffen. Es gibt Aushänge im Supermarkt. Oder man schlägt beim loppis zu. So werden hier die Flohmärkte genannt (loppor = Flöhe), die es in den unterschiedlichsten Varianten gibt: als Hof- bzw. Scheunenverkauf auf dem eigenen Grundstück, als organisierte Veranstaltung in irgendwelchen Parks oder in Form von Second-Hand-Geschäften.

Erikshjälpen, wo ich so gerne einkaufe, ist eine Hilfsorganisation, der mittlerweile eine ganze Reihe an Second-Hand-Shops in ganz Schweden gehören. Von uns aus befinden sich die nächsten Geschäfte in Kristianstad und in Växjö. Im November soll in Motala die 63. Butik hinzu kommen. Nur ein Bruchteil sind klassische Filialen; die Mehrheit wird von Kirchen, Vereinen oder gemeinnützigen Organisationen und deren überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitern geführt. Verkauft werden ausschließlich Sachspenden. Der Erlös geht an gemeinnützige Zwecke.

Zu jedem Geschäft gehört auch ein Café, in dem man die Schweden-typische Fikapaus machen kann (Foto: Erikshjälpen, Oskar Swerlander).

Mehr zu Erikshjälpen, dem Gründer Erik Nilsson, seiner Philosophie sowie den Hilfsprojekten gibt es auf der Homepage unter https://erikshjalpen.se. Dort sind auch alle Geschäfte mit Öffnungszeiten aufgeführt. Dort vor dem Einkauf vorbeizuschauen, lohnt sich – sie haben nämlich nicht jeden Tag geöffnet. Wenn geschlossen ist, widmen sich die Mitarbeiter den geschenkten Waren und sortieren, säubern, bügeln und reparieren. Ehrenamt halt 🙂

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