Amaryllis

Gestatten: Olaf, die Amaryllis. Die üppig blühende Zwiebelpflanze gehört zur schwedischen Weihnachtsdekoration unbedingt dazu. Wir kaufen gerne die rot blühenden Sorte und freuen uns, bis Heilig Abend von einer tollen Blüte überrascht zu werden. Im Hintergrund schwedisches Winterwetter mit zehn Grad und grünen Wiesen.

Von November an sind die Zwiebeln hier in Schweden in jedem Supermarkt zu finden. Direkt daneben stehen meist die passenden Amaryllisgläser, denn die Blumen kommen auch ohne Erde bestens klar. Sieht einerseits prima aus, aber so richtig happy war ich damit nicht: meist saß die Zwiebel nicht optimal und hat sich doch voll Wasser gezogen – obwohl die Amaryllisgläser dies ja eigentlich verhindern sollen. Im vergangenen Jahr haben die langen Stengel mit den schweren Blüten letztlich das Glas zum Kippen gebracht. Mit einem Klirren und einem „Platsch“ hatte sich diese Form der Dekoration erledigt.

Diesmal habe ich sie in eine Schale gepflanzt. Vielleicht gelingt es mir so auch, noch einige Weihnachten länger von ihr zu haben. Man muss die Zwiebel nämlich nicht nach dem Blühen entsorgen, sondern kann sich wieder an ihr erfreuen. Damit die oppulenten Blüten nächstes Jahr wieder pünktlich zu Weihnachten erscheinen, gilt es aber einiges zu beachten. Wie man dabei vorgehen muss, habe ich mir angelesen.

Die Amaryllis über das Jahr

  • Im November steht ihre Blütephase unmittelbar bevor. Meistens wird sie im Handel bereits mit ein, zwei Knospen angeboten. Jetzt ist der optimale Zeitpunkt, sie einzupflanzen. Dabei darf die Zwiebel nicht vollständig in Erde versinken, sondern nur zu maximal zwei Dritteln. Aus ihrer tropischen Heimat ist die Zwiebel noch einen Wechsel zwischen Regen- und Trockenheit gewohnt. Sie braucht Wasser, ist aber empfindlich gegen Staunässe. Daher sollte das Substrat durchlässig und mineralreich sein; eine Drainage aus Tongranulat unter einem Mix aus Kakteen- und Einheitserde bietet sich an. Sparsam gießen. Nach zwei, drei Wochen schieben sich Blätter aus der Zwieben hervor.

Jetzt mag sie es hell und warm: im dunklen schwedischen Winter steht sie bei uns auf dem Esszimmertisch direkt unter der Lampe bei einer Raumtemperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Je kühler allerdings die Umgebung, desto länger blüht die Amaryllis.

  • Ende Dezember endet die Blüte; nun schließt sich die Wachstumtsphase an. Sobald die Blüten völlig vertrocknet sind, können die entfernt werden. Die Blätter bleiben stehen, damit die Amaryllis weiterhin Photosynthese betreiben kann. Den Winter verbringt sie bei uns auf der Fensterbank, den Frühling und Sommer im Altan bzw. der Terasse.
  • Im Juli: sukzessive weniger gießen
  • Im August sollte das Substrat vollständig austrocknen.
  • Im September sehnt sich die Amaryllis nach einer Ruhephase. Dabei mag sie es dunkel und kühl mit Temperaturen zwischen 5 und 9 Grad Celsius. Bei uns kommt sie in den Keller.
  • Im Oktober schneide ich ab, was von den grünen Blättern noch übrig ist.
  • Im November hole ich die Amaryllis wieder hervor und erwecke sie aus ihrem Schönheitsschlaf.

 

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