Blumenteppich

Unser schwedischer Garten.
Der Blaustern hat bald unseren ganzen Garten erobert. Uns soll's recht sein - er sieht toll aus!

Oder: Der blaue Frühlingsbote.

In unserem Garten fühlt sich der Blaustern sichtbar wohl. Längst bleibt er nicht mehr nur seinem bewährten Platz unter unseren Bäumen treu, sondern breitet sich jedes Jahr weiter über die Wiese aus. Uns soll’s recht sein. Der blaue Blumenteppich ist einfach wunderschön.

Klein, aber sehr fein. Der Blaustern (Scilla siberica) wird nur knapp zehn Zentimeter hoch. Er muss sich mit der Photosynthese beeilen, bevor ihn die höheren Pflanzen in den Schatten stellen. Deshalb blüht er zeitig im Frühjahr, bei uns im April. Er bevorzugt frische, nährstoffreiche und humose Böden, wie sie in Auwäldern zu finden sind. 

In Deutschland stehen alle Blaustern-Arten unter dem besonderen Schutz der Bundesartenschutzverordnung. Was das genau bedeutet, lässt sich im Bundesnaturschutzgesetz nachlesen. „Aus der Natur entnehmen, sie oder ihre Standorte beschädigen oder zerstören“, ist verboten, heißt es dort. Er darf also selbst für kleine Handsträuße nicht gepflückt werden.

In Deutschland geschützt, in Schweden nicht

Das Leberblümchen in unserem schwedischen Garten.
Gestatten: das Leberblümchen. Hat sich auch in unseren Garten eingeschlichen.

Interessant, denn in Schweden ist das offenbar anders. Hierzulande fallen zwar ebenfalls zahlreiche Tiere und Pflanzen unter die artskyddsförordningen (2007:845), darunter beispielsweise alle 43 wildwachsenden Orchideen-Arten. Den Blaustern (blåstjärna) konnte ich in der Auflistung allerdings nicht finden. Achtung, nicht verwechseln: die blåsippa taucht dort auf, die mit ihren blauen Blüten dem Blaustern recht ähnlich sieht. Dahinter verbirgt sich aber Hepatica nobilis, das Leberblümchen. Wieder etwas gelernt.

Trotzdem lassen wir besser die Finger davon. Der gesamte Blaustern ist nämlich giftig. 

Weitere Infos
Alle geschützten Tiere und Pflanzen Schwedens sind auf der Homepage des Naturschutzamtes unter www.naturvardsverket.se aufgeführt. Dort einfach unter dem Reiter „vår natur“ dem Link „fridlysta arter“ folgen. Die Seite lässt sich sogar ins Deutsche übersetzen.

 

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