Willkommenskultur

„Freunde findet man in Schweden nur schwer“ heißt es im heutigen Schwedenstube-Newsletter. Anlass zu dieser Bilanz waren die Umfrageergebnisse einer Studie, die weltweit 14.000 Einwanderer zu verschiedenen Aspekten ihres neuen Wohnortes befragt hat. In der Kategorie „Einleben“ liegt Schweden auf Platz 62 von 67.

Ich musste schmunzeln, als ich das Ergebnis las. Zugegeben: Die Schweden sind nicht gerade für ihre Offenheit bekannt. Eine Schwedin beschrieb uns ihre Landsleute mal so: „Wir freunden uns nicht schnell an. Aber wenn wir uns dann mal auf einen Menschen eingelassen haben, hat der einen Freund für’s Leben.“ Diese Beschreibung hat uns schon damals gut gefallen. Heute wissen wir sie noch mehr zu schätzen. Ich verstehe aber, dass sich die extrovertierten Südländer damit eher schwer tun.

Zum Vergleich: Viele skandinavische Länder landen mentalitätsbedingt auf den unteren Rängen dieser Kategorie. So liegt Norwegen auf Platz 63 und Dänemark auf 65. Selbst Deutschland hat es gerade mal auf die 57 geschafft.

Ease of Settling In Index 2016
Ob man sich willkommen fühlt, wie freundlich man aufgenommen wurde, wie schnell man einheimische Freunde fand und wie schwer die Sprache zu erlernen war – Das waren die vier Aspekte, die für das Kriterium „Einleben“ zusammengespielt haben (Foto: Expat Insider).

Fairnesshalber sollte man sich auch anschauen, wie Schweden in anderen Kategorien abgeschnitten hat. Da wären beispielsweise:

  • Family Life Index: Platz 5
  • Working Abroad Index: Platz 15
  • Quality of Life: Platz 26

Alle Umfrageergebnisse gibt es hier.

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