Babblarna

Bobbo als Ausmalbild. Ein Kunstwerk meines Kleinen.

Auch in Schweden wird gebabbelt

Kennt Ihr schon Babba, Bibbi und Bobbo? Oder Dadda, Diddi und Doddo? Wer jetzt nur Bahnhof versteht oder sich fragt, ob mir der lange Winter in Schweden vielleicht gar nicht so gut tut, dem sei gesagt: Danke, mir geht es wirklich prima. Ich möchte Euch nur die Babblarna vorstellen.

Letztens stand ich noch eine Weile vor dem Kalender, der im Kindergarten im Eingangsbereich unserer Gruppe aufgehängt ist. Ich schaue ihn mir gerne an, weil es mich interessiert, was die Kinder machen. Dort steht, was es zu essen gibt und wer Geburtstag hat. Oder wenn ein neues Kind in die Gruppe kommt. Außerdem sind dort die täglichen Aktivitäten notiert: ob es nach draußen geht, in die Turnhalle oder ob zusammen Musik gemacht wird. An einem Wort bleibe ich hängen. Babblarna ist wochenübergreifend als „Thema des Frühjahrs“ vermerkt. Babblarna?

Aus der Erklärung der Kindergärtnerin wurde ich nicht so recht schlau, aber das Internet hat mich weitergebracht. Babblarna sind sechs Figuren: der braune Babba, der gelbe Bibbi, der rote Bobbo, der grüne Dadda, der blaue Doddo und der bunte Diddi. Jeder hat seinen eigenen Charakter und spricht seine eigene Sprache: Babba spricht Babbaska und Diddi Diddisch. Untereinander verstehen sich alle sechs natürlich trotzdem.

Bunte Figuren mit pädagogischem Anspruch

Die Idee zu den sechs Figuren hatte die schwedische Sprachwissenschaftlerin Iréne Johansson Ende der 1970er Jahre. Zusammen mit dem Hatten Verlag wurden die Charaktäre weiterentwickelt und haben ihre Namen und das äußere Erscheinungsbild erhalten. Das pädagogische Konzept dahinter wird hier in Schweden von vielen Kindergärten verwendet. Die Sprache der Babblarna soll Kinder ermutigen, selbst Worte zu bilden und die schwedische Sprachmelodie nachzuahmen. Unser Kindergarten schwört darauf.

Mich erinnern sie an die Teletubbies. Zugegeben: mit denen konnte ich damals nicht wirklich viel anfangen. Ich bin kein Fan von Dutzidutzi und davon, mit Kindern in einer eigenen Babysprache zu sprechen. Außerdem waren die ersten Teletubby-Folgen richtig lang. Habe ich schon erwähnt, dass ich auch kein Fan davon bin, Kleinkinder vor dem Fernseher zu parken? Die Babblarna-Filmchen sind mit zwei, drei Minuten erträglich kurz. Und bis jetzt erzählt unser Kleiner lieber von den Kindern aus seiner Gruppe, als von Babba, Bibbi, Bobbo, Dadda, Diddi oder Doddo. So kann ich doch damit leben!

Weitere Infos Weitere Infos
Mehr über die Babblarna erfahrt ihr auf ihrer Homepage, auf der des Hatten Verlags, bei Facebook, Instagram oder You Tube.

 

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