FAQ: Was macht dein Nachname?

Richtig, da war ja was! Meine Baustellen sind vor Freude über den Kinderreisepass völlig untergegangen. Leider gibt es nichts neues. Ich laufe immer noch mit meinem Mädchennamen herum. Und mein Reisepass liegt auch noch unangetastet auf einem deutschen Schreibtisch herum.

Ihr erinnert Euch? Fünf Vorgänge haben wir im Februar bei der Deutschen Botschaft in Stockholm angestoßen:

  1. unseren gemeinsamen Ehenamen,
  2. meinen neuen Reisepass,
  3. die Nachbeurkundung der Geburt unseres Sohnes,
  4. seine Namenserklärung und
  5. seinen Kinderreisepass.

Bis auf den vorläufigen Kinderreisepass – den richtigen gibt es natürlich erst, wenn die Namenserklärung auch wirksam geworden ist – sind alle Punkte noch offen.

Nun ja, manche Mühlen mahlen eher langsamer. Die Sache ist nämlich die: Die zuständige Standesbeamtin beim zuständigen Wohnortstandesamt in Deutschland ist schon seit längerer Zeit krank. Die zuständige Vertretung hat den Brief mit unseren Unterlagen bekommen, gesehen und auch geöffnet. Als dann auf den Papieren aber was von „Botschaft“ und „Stockholm“ stand, hat sie ihn erstmal zur Seite gelegt. Ohne zu wissen, worum es eigentlich geht, wusste sie schon, dass sie nicht weiß, was sie da machen soll, weil sie sowas ja noch nie gemacht hat. Und vor allem: Wann hätte sie das auch noch machen sollen? Aber jetzt weiß sie auch nicht so richtig … Ich darf aber gerne in vier Wochen nochmal nachfragen. Ob das in Ordnung ist?

Vier Wochen später ist die zuständige Standesbeamtin immer noch krank und die zuständige Vertretung im Urlaub. Kollegin Nummer drei ist keine Standesbeamtin und kann sich deshalb auch nicht drum kümmern. Wir könnten aber nächste Woche nochmal anrufen. Da wäre wenigstens Nummer zwei aus dem Urlaub wieder da.

Und so sind beinahe drei Monate vergangen.

Nun ist mein Nachname reine Formsache. Ob ich nun Hinz heiße oder Kunz oder Hinz-Kunz ist mir im Grunde völlig Wurst. Auf meinen Reisepass kann ich auch noch eine Weile verzichten. Reisen ins EU-Ausland habe ich nicht geplant und für alles andere reichen ID-Kort und Perso. Die Geburtsurkunde aber ist mehrere tausend Euro Wert. Sie braucht mein Mann nämlich für sein deutsches Elterngeld. Ohne Urkunde wird der Antrag nicht weiter bearbeitet, so einfach ist das.

Das ist doch zum aus-der-Haut-fahren!

Wir ziehen jetzt den Vitamin-B-Joker.

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