Yoga

Eine Frau beim Yoga: Kopfstand vor dem schwedischen See.
Ganz so elegant sehe ich aktuell beim Yoga leider nicht aus. Drei Jahre Pause und das viele Sitzen tagsüber machen sich bemerkbar. Doch die Beweglichkeit kommt wieder (Foto: Alexander Hall / imagebank.sweden.se).

Mal wieder den Blickwinkel ändern

2019 beginnt mit einem kleinen Highlight: Ich habe endlich einen passenden Yoga-Kurs für mich gefunden. Nun sitze ich Mittwoch abends eine Stunde lang auf meiner Matte und freue mich.

Es war gar nicht so einfach, einen Kurs zu finden. Anfangs habe ich über Google oder die Gula Sidor nach yogastudior, yogakurser und yogaskolor gesucht. Und natürlich hätte es in Tingsryd oder gar Växjö auch entsprechende Angebote gegeben. Aber das ist mir einfach zu weit entfernt. Ich finde es furchtbar, nach der schönen Zeit auf der Yogamatte ins Auto steigen und ewig lange nach Hause fahren zu müssen. Vor allem jetzt im Winter muss ich für solche Strecken abends mindestens eine dreiviertel Stunde einplanen. Nach Växjö bin ich eine Stunde unterwegs – einfach, wohlgemerkt. Da ist die schöne Entspannung schnell wieder dahin. Da nehme ich lieber Abstriche beim Ambiente in Kauf und suche mir etwas in der Nähe.

Vom schicken Studio zur alten Schule

Nun liege ich nicht auf Echtholzboden, sondern auf Linoleum. Es hängen keine luftigen Vorhänge in Wohlfühlfarben vor den Fenstern, sondern Jalousien. Dafür steht ein Klavier im Raum. Richtig geraten: Mein Kurs findet im Musiksaal der alten Schule im Nachbarort statt. Trotzdem ist es eine gemütliche Atmosphäre. Meine Yogalehrerin bringt dimmbare Lampen mit, hat angenehme Musik dabei und sogar an eine Aromalampe gedacht. Außerdem ist es kuschelig warm.

Eine Stunde lang atmen wir, dehnen und strecken uns und ruhen in uns selbst. Ganz so elegant wie die Frau auf dem Foto oben sehe ich aktuell allerdings nicht aus. Drei Jahre Pause und das viele Sitzen tagsüber machen sich bemerkbar – außerdem bin ich keine 20 mehr. Ich bin steif geworden. Einen Tag später habe ich sogar leichten Muskelkater. Aber das Gefühl von Blockiertheit im Rücken ist endlich verschwunden.

Von Asana bis Yama auf schwedisch

Beim nächsten Mal muss ich allerdings deutlich früher hinfahren. Ich habe es gemacht, wie damals bei der Hundeschule beobachtet: fünf Minuten vor Beginn war ich dort. Aber diesmal reicht das nicht. Der Raum ist klein, die Nachfrage groß – und knapp zu kommen bedeutet, dass alle für mich aufrücken müssen. Das ist blöd. Außerdem muss ich ein paar Vokabeln vorbereiten. Ich hatte angenommen, dass unsere Lehrerin mehr mit den indischen Begriffen arbeiten würde – von Asana bis Yama. Aber sie setzt kein Vorwissen voraus. Stattdessen erklärt sie viel, auf das ich mich aber sehr konzentrieren muss.

Schweden-Tipp Schweden-Tipp
Seit wir in Schweden leben, bin ich auf Facebook aktiv. Der Beitritt war Gold wert. Bei uns auf dem Land ist alles etwas kleiner. Viele Vereine haben entweder keine eigene Homepage oder stellen dort nur rudimentäre Infos zur Verfügung. In den sozialen Netzwerken hingegen ist richtig was los. Daher: Anmelden!

 

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