Neujahr

Ein herrlich ruhiges Silvester liegt hinter uns. Wir freuen uns auf das, was kommen mag. Gute Vorsätze für 2016: Endlich die Ausweise umschreiben lassen. Und zum Friseur gehen.

Bei langen Haaren ist die Schmerzgrenze ja Gott-sei-Dank nicht so abrupt erreicht. Ob der Zopf nun länger oder kürzer über den Rücken baumelt, tut dem Gesamteindruck insgesamt keinen Abbruch. Aber langsam klemme ich ihn mir im Gürtel ein. Und das ist eindeutig zu lang.

Warum ich nicht längst gegangen bin? Ganz ehrlich? Ich habe mich nicht getraut. Ich war mir nicht sicher, ob mein Schwedisch für meine Wünsche und Vorstellungen reicht. Ich hatte Angst, dass ich dann mit einem Stufenschnitt oder einer Dauerwelle den Salon verlasse. Aber mittlerweile sollte der Sprachschatz zumindest für ein entschiedenes „bis hierhin und nicht weiter“ reichen.

Und die Ausweise? Für die ist für mich als Deutsche mit Wohnsitz im Ausland natürlich die Deutsche Botschaft in Stockholm zuständig. Für zwei Stempel ist der Aufwand nun wirklich zu groß, immerhin ist die schwedische Hauptstadt fast 500 Kilometer von Ryd entfernt. Glücklicherweise kann man das auch postalisch erledigen, indem man seine Ausweise zusammen mit dem Antragformular, der deutschen Abmeldebescheinigung und dem Melderegisterauszug von Skatteverket einfach in einen Briefumschlag steckt. Und falls sie unterwegs verloren gehen, kann ich mich nicht mehr ausweisen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich wollte ganz einfach meine ID-Kord abwarten. Die habe ich nun, also gibt es keine Ausrede mehr: nächste Woche bringe ich alles zur Post.

Dann ist wieder was erledigt.

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  1. Sendepause | Inka R. Stonjek

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