Umzugstag

Umzugslaster nach Schweden.
Der Umzugslaster. Heute beginnt ein neues Leben.

05:30 Der Wecker klingelt. Während ich mich noch mal umdrehe, springt Chris kühn entschlossen aus dem Bett. Ich nutze die nächste halbe Stunde zum Wachwerden, er zum Kaffee trinken.

06:15 Auch ich stehe auf, allerdings weniger energiegeladen. Auf ins Bad. Anziehen. Handtücher, Duschzeug und der Schlafanzug kommen in den Koffer. Frühstück fällt aus.

06:45 Bett abbauen.

07:30 Es klingelt! Die Umzugsfirma ist da. Die beiden Männer sind hundeerfahren. Finn ist entspannt, alle Nasen bleiben dran.

07:35 Rundgang durch die Wohnung, den Kellerraum und die Garage. Wichtige Fragen sind zu klären: Was kommt in den Laster? Was muss ins Auto? Was bleibt da?

07:45 Los geht’s. Die Männer packen an. Unsere Sachen fliegen nur so an uns vorbei.

08:00 Unterstützung kommt. Die Spedition Hannich hat ebenfalls zwei Männer geschickt.

08:30 Ich setze mich ins Auto und starte zur letzten Rundfahrt. Das Altglas muss zum Container, der ebay-Verkauf zur Post, das Leergut zum Aldi und das Altöl und der Elektroschrott zur Deponie.

09:15 Zurück in Wolfartsweier. Das Handy klingelt, ein Kunde ist dran. Ob ich vielleicht das Pressematerial, das ich per Mail von den Herstellern bekommen habe, schnell weiterleiten könnte? Leider nicht: Die PC‘s sind abgebaut. Die Rechner stehen auf der Straße, die Monitore sind irgendwo in Kisten. Ich verspreche, alles am nächsten Tag bei den Schwiegereltern zusammenzubauen und die nötigen Infos rauszusuchen.

09:30 90 Kisten sind doch mehr, als angenommen. Die Spediteure haben Sorge, dass alles in den Laster passt. Ob wir selbst geschätzt haben oder ob jemand vorbeigekommen ist, werden wir gefragt. Wir winken ab: Diesmal haben wir diese Aufgabe den Fachleuten überlassen.

09:45 Wir packen das Auto. Dort sollen unsere Koffer, die Rechner, ein paar Vorräte, Putz- und Werkzeug und die Hundeutensilien rein. Da Finn im Kofferraum thront, steht uns dafür nur die Rückbank zur Verfügung. Punktlandung: Es passt genau, mehr dürfte es nicht sein.

Unser vollgeladener Golf.

10:00 Bei einem Rundgang entdecken wir in der Garage noch die Hutablage und drei Kanister. Mist, das zerhaut unsere Planung. Wir räumen das Auto wieder aus.

10:30 Das ging schneller, als gedacht: Der Laster ist fertig beladen, aber unser Auto quillt über. Wenn wir jetzt die hinteren Türen öffnen, fällt uns irgendwas auf die Füße. Unter Finns Deckchen haben wir noch zwei Werkzeugkisten versteckt. Die Kaffeetasse muss ins Handschuhfach, die restlichen ebay-Pakete werde ich wohl bis Hessen auf meinen Knien balancieren müssen.

10:45 Wir rufen unsere Vermieter an. Zum Glück können wir die Wohnungsübergabe auf 17 Uhr vorverlegen.

11:00 Zeit für eine Pause. Wir fahren an die Alb, um mit Finn einen langen Spaziergang zu machen. Er genießt seinen Auslauf sichtlich und springt fröhlich um uns rum.

13:00 Endlich Mittagpause. Wir setzen uns in das Restaurant des nahe gelegenen Campingplatzes.

14:30 Zurück in Wolfartsweier. Wir inspizieren ein weiteres Mal die Wohnung, kehren durch und gehen über die Fließen. Alles ist wie besprochen: Der Spiegelschrank im Bad bleibt drin, die Regale im Flur auch.

16:00 Die Wohnung ist besenrein. Wieder haben wir etwas Leerlauf. Also gehen wir runter ins Dorf und trinken beim Bäcker einen Kaffee.

Finn in der leeren Wohnung.
Ein Umzug ist hartes Stück Arbeit.

16:45 Los, wir müssen zurück. In einer Viertelstunde ist Wohnungsübergabe.

18:00 Geschafft. Die Wohnung ist in Ordnung, aber die Spediteure haben aus dem Keller den zweiten Badezimmerspiegel mitgenommen. Auch zwei Ersatzschlüssel sind versehentlich in den Umzugskisten gelandet. Wir versprechen, die fehlenden Sachen von Schweden aus zurückzuschicken.

18:15 Rundgang durch’s Haus und bei allen verabschieden.

18:30 Wir bringen Finn nach oben in den Wald. Die Gelegenheit für ihn, sein Beinchen zu heben und ein letztes Mal sein Revier zu markieren.

19:00 Auf zur Autobahn. Wir tuckern die A5 entlang – eine Vollbremsung könnte schmerzhaft sein. Nächster Halt: Darmstadt-Griesheim.

20:15 Zwischenstopp bei meiner besten Freundin, um ihr noch mal Tschüss zu sagen. Sie hat ein tolles Abschiedsgeschenk für uns: Die Weber-Grillbibel, mit einer lieben Widmung vorne drin. Ich schlucke den brennenden Kloß im Hals tapfer herunter. So ausgerüstet können wir die beiden Grills, die wir als kostenlose Dreingabe zum Haus mit dazu bekommen haben, richtig nutzen.

21:15 Es hilft nichts, wir müssen weiter. Wir haben noch anderthalb Stunden Fahrt vor uns. Die Grillbibel ruht in dieser Zeit ebenfalls auf meinen Knien. Nächster Halt: Schwalm-Eder-Kreis.

22:45 Endlich angekommen. Jetzt noch mal mit Finn vor die Tür, was essen und dann nichts wie ab ins Bett.

1 Trackback / Pingback

  1. Inkas Seite ist online! | vi sticker iväg...till Sverige!

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.