Vorsorgeuntersuchung-1

Seit dem letzten Besuch bei meiner Hebamme sind einige Wochen verstrichen. Mittlerweile bin ich in SSW 23 angekommen, die Ultraschalluntersuchungen in Växjö haben wir hinter uns gebracht. Von jetzt an übernimmt Karin wieder und führt meine Schwangerschaftsvorsorge bis zur Geburt fort. Zunächst in vierwöchigem Abstand, später dann in kürzerem.

Auf dem Infoblatt, dass wir beim Hälsosamtal erhalten haben, steht, was bei jedem Vorsorgetermin gemacht wird. Die to do’s für heute:

  • Svar på blodprover som togs vid inskrivningsbesök
  • Moderskapsintyg erhålles

Mit dem moderskapsintyg, auf Deutsch so viel wie „Mutterschaftszertifikat“, wird meine Schwangerschaft endlich auch bei den schwedischen Behörden amtlich. Die Bescheinigung enthält das voraussichtliche Geburtsdatum und die Anzahl der Föten. Ich muss es an die Försäkringskassan weiterleiten und stoße so mein Mutterschafts- und Elterngeld an.

  • Fosterljud avlyssnas, härefter görs detta vid varje besök

Fosterljud sind die Herztöne des Babys, die von heute an bei jedem Besuch kontrollliert werden. Unsere Hebamme nutzt dafür das Pinard`sche Hörrohr, für uns macht sie sie mit einem Dopton hörbar.

  • Livmoderns tillväxt mäts sk SF-mått, härefter görs detta vid varje besök

Livmoder ist die „Gebärmutter“, SF-mått ist der Abstand zwischen Schambein (S wie symphysen) und oberem Gebärmutterrand (F wie fundus). Auf gut deutsch: Sie kontrolliert von heute an bei jedem Besuch den Fundusstand, also die Größe meiner Gebärmutter. Sie ist ein Indikator, ob sich das Baby gut entwickelt.

  • Blodprover tas
  • Information om föräldrastöd

Auch hier in Schweden können Schwangere an Geburtsvorbereitungskursen teilnehmen. Anders als in Deutschland werden bei uns im Kronobergs län die Inhalte aber in Vorlesungen vermittelt: Teil 1 dreht sich um die Geburt, Teil 2 behandelt Schmerzlinderung, Stillen und Kindererziehung. Praktisch: Die Teilnahme ist kostenlos, wir können frei aus verschiedenen Terminen und den Veranstaltungsorten Alvesta, Älmhult, Teleborg, Ljungby, Markaryd, Tingsryd und Växjö wählen und eine Anmeldepflicht gibt es auch nicht.

Nachteil: Leider bleiben uns die Termine unbekannt. Ich bin ganz sicher, dass man sie irgendwo im Internet einsehen kann – alles andere macht bei den praktisch veranlagten Schweden einfach keinen Sinn. Die Frage ist nur, wo. Allerdings entnehme ich Karins Stirnrunzeln und dem zögerlichen Klicken, dass sie sich auf der Vårdguiden-Seite genauso wenig zurecht findet wie ich. Macht aber nichts – aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Kurse sind erst irgendwann im September. Wir können uns also genauso gut noch bei unserem nächsten Vorsorgetermin in vier Wochen darüber unterhalten. Am 1. September sehen wir uns wieder.

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