FAQ: Brauche ich eine schwedische SIM-Karte im Schwedenurlaub?

Mit einem Smartphone hat man auch im Schwedenurlaub Telefon, Kamera und Navigationsgerät immer mit dabei (Foto: Jerker Andersson / imagebank.sweden.se).

Nach Hause telefonieren, nach Hause surfen

Handys und Smartphones sind ständige Begleiter und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch im Urlaub leisten die kleinen Alleskönner nützliche Dienste. Trotzdem erreicht mich oft die Frage, wo man in Schweden SIM-Karten kaufen kann. Für wen das überhaupt nötig ist, erfahrt Ihr hier.

Erinnert Ihr euch noch daran, wie es war, als man früher im Urlaub telefonieren wollte? Also bevor jeder ein Handy oder Smartphone hatte? Man musste sich mit Bargeld in der Landeswährung ausstatten und eine Telefonzelle suchen. Dann kam die zweite Phase, in der viele schon ein Handy hatten, es im Urlaub wegen der hohen Kosten aber gar nicht nutzten. Damals waren die Ratgebersendungen voll mit verzweifelten Eltern, die eine unglaubliche hohe Handyrechnung in die Kamera hielten, weil der halbwüchsige Sprößling im Urlaub stundenlang mit der Freundin zuhause telefonierte. Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei.

Für Urlauber gilt: Roam like at home

Seit Juli 2017 gilt nämlich die EU-Roaming-Verordnung. Seitdem zahlt man bei Reisen innerhalb der EU keine Roaming-Gebühren mehr und telefoniert zu den Konditionen des normalen Tarifs zu Hause. Dies gilt für Vertragskunden und Nutzer von Prepaid-Karten gleichermaßen. Deutsche brauchen deshalb im Urlaub nicht extra eine schwedische SIM-Karte kaufen, sondern können ganz einfach ihr deutsches Handy oder Smartphone nutzen. Das bringt zudem den Vorteil mit, auch für andere erreichbar zu sein – wenn mal was ist. Ein Argument für eine schwedische Prepaid-Karte könnte lediglich sein, damit vielleicht einen besseren Empfang zu haben.

Vertragsbedingungen checken schadet nicht

Für Urlauber gibt es üblicherweise nichts zu tun: Der EU-Roamingtarif muss nämlich automatisch voreingestellt sein. Es schadet trotzdem nicht, sich vor dem Urlaub die Vertragsbedingungen seines Mobilfunkanbieters nochmal gründlich durchzulesen. Hier und da gibt es noch Verträge oder Prepaid-Karten, die keine EU-Roamingtarife beinhalten. Das betrifft oft Tarife von Billiganbietern. So gehst Du ganz sicher und erlebst keine böse Überraschung. Je nach Vertrag musst Du vielleicht noch einen Datentarif dazu kaufen, um nicht nur zu telefonieren, sondern auch Internet zu haben und zum Beispiel E-Mails zu checken, WhatsApp-Nachrichten zu versenden oder Google Maps zu nutzen.

Dauerurlauber brauchen eine schwedische SIM-Karte

Wer vor hat, länger in Schweden zu bleiben, kommt allerdings nicht um den Kauf einer schwedischen Prepaid-Karte herum. Bei den meisten deutschen Mobilfunkanbietern endet der EU-Roamingtarif, sobald der Kunde mehr Zeit im EU-Ausland verbringt als zuhause in Deutschland. Prepaid-Karten schwedischer Mobilfunkanbieter bekommt man in den meisten Einzelhandelsgeschäften wie ICA und Coop. Dort kann man verschiedene Tarife und Datenvolumen wählen und sich beraten lassen, welchen Mobilfunkanbieter man wählen sollte. In Schweden ist nicht unbedingt der größte Anbieter der beste, weil das Land unterschiedlich stark besiedelt ist und die Netzabdeckung stark von der Region abhängt. Dazu mein Tipp: lasst Euch direkt vor Ort beraten und checkt die Netzabdeckungskarten der Anbieter. Mehr dazu rechts.

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Vor dem Kauf einer schwedischen SIM-Karte lohnt es sich, die Netzabdeckungskarten der Mobilfunkanbieter zu checken:
* Telia und Halbop
* Telenor
* Comviq
* 3
* Tele2.


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