föresatser

Es gibt viel zu tun. Packen wir's an (Foto: Hanna / Fotolia.com).

Nytt år, nya föresatser

Nun sind sie rum, die schönen freien Tage. Der Schreibtisch hat uns schon seit Mittwoch wieder. Aber ich bin hochmotiviert und muss ich Euch unbedingt erzählen, was ich 2019 so alles vorhabe.

Föresatser, also gute Vorsätze, sind etwas ganz neues für mich. Bislang brauchte ich solche Motivationshilfen nie: Dinge, die wichtig sind und erledigt werden müssen, mache ich einfach. Mich selbst überlisten zu wollen, würde auch nicht klappen. Eine Arbeitskollegin hat früher davon geschwärmt, wie sie mit einer vorgestellten Uhr ihre Unpünktlichkeit in den Griff bekommen hat. Beeindruckend. Wenn ich wüsste, dass meine Uhr zehn Minuten vorgeht, ginge ich zehn Minuten später aus dem Haus. Ich bin entweder pünktlich, weil ich es will oder – naja – eben nicht.

2018 war es aber so, dass zwei Dinge irgendwo im Alltag zwischen Familie, Hund, Haus und Job permanent untergegangen sind.

Behördenkram …

Ich wollte schon längst meinen Führerschein in eine schwedische körkort umgetauscht haben. Das ist in meinem Fall nicht zwingend nötig, weil Deutschland als ausstellendes Land ebenfalls zur EU gehört. Allerdings birgt mein rosaner Lappen ein gewisses Risiko. Er ist noch textbasiert. Wenn ihn der Polizist bei einer Kontrolle nicht versteht oder die Führerscheinklassen nicht kennt, riskiere ich eine Ordnungsstrafe. Ich weiß sogar schon, dass das Transportstyrelsen für solche Angelegenheiten zuständig ist und habe den Link seit Monaten in einem Tab meines Browers geöffnet. Aber irgendwie wandert die entsprechende Erinnerung in meinem Kalender trotzdem wochenweise weiter.

Daher ist mein erster Vorsatz: einen schwedischen Führerschein beantragen.

… und Bildung

Zweites Sorgenkind ist mein Schwedisch. Zum Hintergrund: Wir haben 2015/2016 den Schwedischkurs für Einwanderer (svenska för invandrare, kurz: Sfi) besucht und abgeschlossen. Der gibt einen wirklich guten Einstieg in die Sprache, aber ausgelernt hat man damit nicht. Ganz im Gegenteil: das Zeugnis bescheinigt uns lediglich Kenntnisse auf Grundschulniveau. Wir hätten gerne mit dem Folgekurs weitergemacht: svenska som andraspråk. Aber dieser findet in unserer Kommune werktags Vormittags statt und lässt sich einfach nicht mit unseren Arbeitszeiten in Einklang bringen.

Nun ist es nicht so, dass wir seitdem untätig gewesen wären. Wir hören regelmäßig schwedische Nachrichten in leichter Sprache und lesen schwedische Onlinemedien. Ich schaue gerne Filme auf Netflix, weil man Ton und Untertitel separat auswählen kann. Auch die Kinderbücher von Sohnemann bringen uns weiter. Unser Wortschatz ist enorm gewachsen. Wir sprechen fleißig und tapfer, weil man seine Befangenheit ablegen muss. Aber viele Fragen zur Grammatik bleiben unbeantwortet. Und so machen wir weiterhin viele Fehler, weil die lieben Schweden im Kindergarten, in der Hundeschule und im Supermarkt viel zu höflich sind, uns zu verbessern. Und kommen einfach nicht so schnell voran, wie wir uns das wünschen.

Daher ist mein zweiter Vorsatz: einen guten Online-Sprachkurs suchen.

Ich werde hier auf meinem Blog daher auch regelmäßig Vokabelsammlungen veröffentlichen. Ich eigne mir gerne die Worte nach Themengebieten an, weil sie den Einstieg in neue Gesprächsthemen erleichtern: wie Buchführung zum Beispiel. Damit werde ich mich demnächst aus beruflichen Gründen auseinander setzen.

Aber das erzähle ich Euch beim nächsten Mal 🙂

Und Ihr? Habt Ihr Euch auch etwas für 2019 vorgenommen? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar.


 

Sicher teilen mit dem eRecht24 Safe Sharing Tool:

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.