Julmust

(Foto: Carlsberg Sverige AB)

Die schwedische Weihnachtslimonade

Must (gesprochen: Most) ist eine schwedische Limonade. Sie ähnelt dem in Deutschland bekannten Malzbier und enthält neben Hopfen und Malz 30 weitere Zutaten. Zum Jahresende wird sie als Julmust angeboten.

Must wurde 1910 als Alternative zu Bier auf den Markt gebracht. Damals hatte die schwedische Abstinenzbewegung ihren Höhepunkt erreicht. Erfunden hat sie Harry Roberts, Chemiker und Sohn des Limonadenfabrikanten Robert Roberts. Der zu Begin schleppende Absatz schoss mit der Einführung des staatlichen Alkoholmonopols im Jahr 1922 in die Höhe.

Ein, zwei Gemeinsamkeiten zu herkömmlichem Bier lassen sich nicht von der Hand weisen: Julmust hat die dunkle Farbe von Schwarzbier, richtig ins Glas eingeschenkt eine dezente Schaumkrone und eine malzige Note. Davon abgesehen ist es unglaublich süß. Mein Fall ist es nicht.

Trotzdem hat sich Julmust zu einem festen Bestandteil des schwedischen Julbords entwickelt. Im Dezember trinken die Schweden jährlich mehr als 40 Millionen Liter. Marktführer ist Apotekarnes Julmust, der fast 50 Prozent des Gesamtumsatzes hält. Heute gehört die Marke zum Portfolio von Carlsberg Sverige.

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Das Apotekarnes-Sortiment wurde zuletzt 2019 um zwei Neuheiten erweitert. Mit Bryggarmust, einer Mischung aus alkoholfreiem Weihnachtsbier und Julmust, gibt es auch in diesem Jahr ein Wiedersehen. Vintermust, der eine Note nach Kaffee und dunkler Schokolade hat und 20 Prozent weniger Zucker als der klassische Julmust, kehrt in diesem Jahr nicht in die Regale zurück.



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