Volkshochschule

Seit 2014 lernen wir Schwedisch an der Volkshochschule in Deutschland. Verhandlungssicher ist es nicht, aber wir haben ein gutes Grundverständnis für die Sprache entwickelt (Foto: Emelie Asplund / imagebank.sweden.se).

Mit Schwedisch-Kenntnissen auswandern

Wenn wir in Schweden leben möchten, werden wir Schwedisch lernen müssen – da führt kein Weg dran vorbei. Also haben wir noch in Deutschland bei der Volkshochschule Sprachkurse gemacht. Unser Schweden-Urlaub jetzt zur Hausübergabe ist eine ideale Gelegenheit, unsere Sprachkenntnisse auf den Prüfstand zu stellen. Wie gut kommen wir im Alltag klar?

Als klar wurde, dass wir wirklich nach Schweden gehen würden, haben wir uns nach Sprachkursen umgesehen. Bei der VHS Karlsruhe wurden wir fündig. Im Januar 2014 begann dort ein Kurs ohne Vorkenntnisse und der Montag Abend lies sich gut in den Terminkalender integrieren. Seitdem sind anderthalb Jahre und fünf Kurse vergangen: A.1 1-3 und A.2 1-2 haben wir seitdem abgeschlossen.

Jetzt sind wir gerade in Schweden, um den Kauf unseres Hauses abzuwickeln. Wann immer wir die Möglichkeit haben, sprechen wir Schwedisch. In der Volkshochschule haben sich unsere Lehrer an den Lehrbüchern Tala svenska orientiert. Sie sind inhaltlich eher an dem Bedarf für Urlauber ausgerichtet: sich einander vorstellen, nach dem Weg fragen, ein Hotelzimmer buchen, einen Weg erklären, im Restaurant etwas zu Essen bestellen, einkaufen gehen usw. Wenn wir also im ICA eine Unterhaltung mitbekommen, in der sich zwei Leute über den Einkaufszettel unterhalten und darüber, was es am nächsten Tag zu essen geben soll, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass wir davon etwas verstehen. Sobald es aber um Immobilien geht, kommen wir schnell an unsere Grenzen. Da fehlt uns schlicht und ergreifend der Wortschatz.

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Schwedisch sprechen, Schwedisch verstehen

Eine zweite Schwierigkeit ist, die Schweden zu verstehen. Unsere Kurse haben in Deutschland zusammen mit anderen Deutschen stattgefunden. Deutsche, die Schwedisch sprechen, verstehen wir also recht gut. Legt aber ein Schwede so richtig los, so wie jetzt in unserem Urlaub, müssen wir passen. Besonders schwierig wird es dann, wenn die Schweden glauben, dass wir Schwedisch sprechen. Als ich letztens an der Tankstelle bezahlen wollte und der erste Wortwechsel auf Schwedisch gut geklappt hat, hielt sich der Verkäufer nicht mehr zurück – und sofort habe ich kein Wort mehr verstanden. Von „verhandlungssicher“ bin ich noch weit entfernt.

Übergangsweise werden wir uns also mit Englisch behelfen müssen, wenn wir mit Schwedisch noch nicht so recht weiterkommen. Aber der nächste Schritt ist schon geplant: Sobald wir unsere Personennummer haben, werden uns auf jeden Fall für den staatlichen Sprachkurs (svenska för invandare, SFI) anmelden.

Trotzdem kann ich jedem Auswanderer nur empfehlen, noch zuhause in Deutschland mit Sprachkursen anzufangen. Wir haben dadurch ein Grundverständnis für die Sprache bekommen. Wenn wir uns eine schwedische Zeitung anschauen, verstehen wir, wie die Sätze aufgebaut sind und in welcher Zeit uns das Verb entgegen lacht. Das ist auf jeden Fall sehr wertvoll.



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