Lucia

Ein junges Mädchen als Lucia in Schweden
Die Lucia trägt den Lichterkranz auf dem Kopf und führt den Lichterumzug an (Foto: Cecilia Larsson Lantz / Imagebank.sweden.se).

Ich habe ja schon erzählt, dass wir im Sfi-Kurs viel über die schwedische Kultur lernen. Deshalb haben wir heute „Santa Claus“ geschaut und Lussekatter gegessen. Als Vorbereitung auf Lucia.

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Auch die Smålandsposten ruft zur Wahl auf. Hier wird die Lucia in der Alvesta kommun gesucht (Foto: Smålandsposten).

Zugegeben: „Santa Claus“ ist nicht typisch schwedisch. Aber das Luciafest umso mehr, mit dem die schwedische Vorweihnachtszeit am 13. Dezember einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der Tag – kein offizieller Feiertag übrigens – geht auf die Heilige Lucia von Syrakus zurück. Wer sich genauer einlesen will, hat bei Wikipedia Gelegenheit dazu.

Hier in Schweden geht es am Luciatag überall etwas ruhiger zu: zuhause, in den Schulen, den öffentlichen Einrichtungen, aber auch an der Arbeit. Man trinkt Kaffee, Tee oder Glühwein und isst Lussekatter dazu, mit Safran gewürztes Hefegebäck. Unsere Schule hatte extra zwei große Platten anliefern lassen, damit jeder probieren konnte. Und der Kaffee ging heute auf’s Haus. Das fanden wir ’ne richtig gute Sache, so als Wochenausklang.

Darüber hinaus ist das Luciafest auch ein gesellschaftliches Eregnis. Überall im ganzen Land stellen sich junge Frauen den regionalen Luciawahlen. Die Gewinnerin führt dann mit dem traditionellen Kerzenkranz auf dem Kopf den Lichterumzug an und singt Sankta Lucia.

Bei so einer Prozession durch Kirchen, Altenheime, Krankenhäuser und Hospize die Hauptrolle der Lucia übernehmen zu dürfen, ist der Weihnachtstraum vieler schwedischen Mädchen. Sie lassen ihren Auftritt aber auch von Firmen buchen, um damit Geld für karitative Zwecke zu sammeln, etwa für die Krebsforschung oder die Obdachlosenhilfe.

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